Alastaro, Finnland 2.-5. Juli 2009




Am Montagmorgen den 29.06.09 um 6.00 Uhr startete der Lkw vollgepackt und alles gut verladen auf die 2250km lange Fahrt nach Alastaro in Finnland. Bei strahlendem Sonnenschein, guter Laune und voller Erwartung geht die Fahrt los. Einmal quer durch Deutschland, Abstecher nach Dänemark, dann durch Schweden hindurch bis über Stockholm hinauf zur Autofähre nach Finnland, wo diese am Dienstagabend mit uns an Bord ablegt. Auf der Rennstrecke kommen wir am Mittwochmittag an. Es sind noch nicht viele Teams da, so dass wir in Ruhe ausladen, aufstellen und einrichten können. Am Donnerstag in der "Nacht" treffen Roger und Thomas auch bei uns ein. Bis dahin hatten wir herrliches Wetter und sommerliche Temperaturen und das Fahrerlager ist in der Zwischenzeit auch recht voll geworden.

Freitagmorgen 8.00 Uhr. Ruhe herrscht über dem Rennplatz! Nur den Regen hört man auf die Dächer klopfen und manch einer verkriecht sich nochmals unter der Decke. Doch langsam kommt doch leben auf den Platz und auch die GothamCity wird startklar gemacht, den der Regen hat aufgehört und die Sonne und der Wind helfen mit, die Rennstrecke zu trocknen. Am Nachmittag konnte dann auf der noch ziemlich rutschigen Piste der erste Qualifikationslauf gefahren werden. Mit einer Zeit von 6.781sek fuhr Bruno über die Ziellinie. Eigentlich hätte noch ein Lauf gefahren werden sollen, doch leider hat ein Teilnehmer fast auf der ganzen Rennstrecke Oel verloren. Die Organisatoren hatten sehr mühe, die Strecke wieder fahrbar und sicher zu machen. Dadurch kam es zu Verzögerungen und es gab am Freitag keinen weiteren Qualilauf mehr.

Der Samstag begann mit Sonnenschein und so herrschte schon früh ein reges Treiben. Auch beim Golden Vette Team beginnt das Schrauben für den 2. Quali-lauf. Dieser wird um die Mittagszeit gestartet und Bruno fährt die gute Zeit von 6.230.
Doch dann meint der finnische Wettergott es nicht so gut mit den Fahrern. Immer wieder kurze Regenschauer und Sonnenschein. Die Rennläufe gehen nur schleppend weiter und immer wieder Unterbrüche um die Strecke zu trocknen. Doch so gegen Abend kann die Pro Mod Klasse in den Vorstart ziehen, aber als der erste seinen Burnout gemacht hat beginnt es erneut zu regnen..... Nach einer guten halben Stunde dann der Abbruch für den heutigen Tag und somit das Ende der Qualifikation.
So erreichte Bruno mit 6.230sek. die 4. beste Zeit für die Elimination.

Der Sonntag zeigte sich freundlich aber kühl und Windig. In der ersten Runde muss Bruno gegen den Finnen Seppo Sappola fahren. Doch der hatte leider nach dem Burnout Probleme mit seinem Auto und musste dies am Rand stehen lassen. So fuhr Bruno einen Lauf auf Sicherheit für die 2. Runde. Diesen fährt er gegen den Schweden und Europameister Mikael Lindahl. Mit der Zeit von 6.195 fährt Bruno als schnellerer über die Ziellinie und steht somit im Halbfinale. Dort heisst sein Konkurrent Mats Erikson aus Schweden. 6.252sek. reichen für den Sieg! Einzug ins Finale! Die Freude bei Bruno und seinem kleinen Team ist Riesengross.
Zurück im Fahrerlager dann die Überraschung. Motorschaden!!! Leider ist der so gross, das Bruno den Finallauf nicht mehr fahren kann. Gleich wird alles ausgebaut um zu sehen, was alles in Mitleidenschaft gezogen worden ist und was eventuell noch bestellt werden muss, um in Schweden wieder mit dabei zu sein. Mit vereinten Kräften wird noch lange geschraubt, auseinander gebaut und alles gut verpackt. Das Lager wieder abgebaut, aufgeräumt, verladen und festgebunden.

Am Montagmorgen bringt uns die Fähre wieder nach Schweden wo nun die GothamCity vor sich dahin schlummert und darauf wartet, zu neuem Leben erweckt zu werden an dem Rennen von Mantorp.


Erika Schmid




Photos by Christl