„Heimrennen“ am Hockenheimring (D) 13. – 15. August 2010




Bereits am Mittwochmorgen fuhr Bruno alleine mit dem LKW und dem gesamten Rennmobiliar nach Hockenheim an unser Heimrennen. Nach dem Aufstellen vom Fahrerlager wurde Bruno von einer brutalen Vespe in die Zunge gestochen. Dies musste sofort am gleichen Abend bei einem befreundetem Team mit reichlich Whisky desinfiziert werden – Operation gelungen / Patient k.o.!!!

Am Donnerstag kam noch Roger auf den Rennplatz, so dass die Gothamcity startklar gemacht werden konnte und auch die Wagenabnahme gemacht werden konnte.
Unter den 22 angereisten FIA-Pro-Modified-Teams waren wieder drei Teams aus der Schweiz. Das Blown-Nugget Team von Rolf Ammann, das Trouble Racing Motorsports Team von Marcus Hilt und natürlich wir, das Golden Vette Drag Race Team von Bruno Bader.
Am Donnerstagabend kamen auch noch Marc, Sascha und ich im Fahrerlager an und Erika war am frühen Freitagmorgen auch da, so war unser kleines Team komplett. Sogleich durften wir auch unsere neuen, coolen Team T-shirt von Georg Rutz probieren. Die wunderschönen, blauen Shirts machen sich mit dem grossen „JBC“-Aufdruck auf dem Rücken sehr gut.

Nach der 3. Programmänderung konnten wir nach 14.00 h endlich das erste Mal an den Start. Bruno auf der rechten Spur gegen Fast Freddy aus Schweden auf der Dakota-Bahn. Kein Grip und ein mächtiger Tires shake waren die Ursache für ein Höllenritt von Bruno. Zuerst kam die Gothamcity sehr stark auf die Centerlinie und nach einer Korrektur wurde es zur Betonwand sehr knapp (ich hätte meine Hand nicht mehr dazwischen gehalten, obwohl Bruno meinte; locker). Der Tires shake war so brutal, dass das Chassis unter der Kardanwelle gerissen war. (siehe Foto) Die Chrommolybdänrohre mussten geschliffen, geschweisst und verstärkt werden. Dies dauerte bis in die Nacht, so dass der 2. Lauf am Abend nicht mehr gefahren werden konnte. Mit den gefahrenen 7.684 s haben wir uns am ersten Tag knapp auf dem 16. Platz qualifiziert.

Kurz vor 12.00 h ging es dann in unserer Klasse am Samstag in die 3. Runde. Wieder auf der rechten Spur mussten wir diesmal gegen die Vette von Marcus Hilt fahren. Nach einem guten Start kam Bruno auf 7 Zylindern mit 6.312 s und 358 km/h ins Ziel. Diese doch respektable Zeit brachte uns auf den 10. Platz.
Zurück im Fahrerlager mussten wir feststellen, dass ein Kipphebel von einem Einlassventil gebrochen war. Blower und Zylinderkopf runter, Ventil einschleifen, Kipphebel ersetzen und alles wieder montieren in nur 2 Stunden, so dass wir rechtzeitig an die 4. Quali gehen konnten.
Diesmal auf der linken Spur gegen Marc Meihuizen. Ein weiterer mächtiger Tires shake zwang Bruno nach etwa 150 Metern vom Gas zu gehen. Marc fuhr an ihm vorbei und kam gefährlich auf seine Spur, so dass Bruno nicht mehr aufs Gas gehen konnte. Mit diesen 8.8 s konnten wir uns nicht mehr verbessern und wir fielen so in der Qualifikation auf den 12. Rang zurück.

Somit musste sich Bruno für das 1/8 Final viel einfallen lassen und viel am Rennwagen optimieren. Für einen besseren Grip musste das Fahrwerk verstellt werden, indem vorne Gewicht reduziert wurde und hinten die Wheelibars nach oben verstellt worden sind. Das erfolgte Setup vom Motor war auch in Richtung Bodenhaftung im unteren Bereich. Bruno hat richtig in die Trickkiste gegriffen und so war eine stolze 6.1 das Ergebnis.

Die amerikanische Meisterin Melanie Troxel ging mit 6.045 s / 388 km/h als Topqualifier in die Elimination.

Im Achtelfinal mussten wir gegen den 68’ Camaro von Micke Lindahl antreten. Bei der Paarung vor uns, Urban Johansson und Freddy Fagerström gab es nach ca. 200 m einen lauten Knall und einen Feuerball kam aus dem Pickup von Fast Freddy. Sein Rennwagen wurde so ziemlich zerstört, zum Glück ist dem Fahrer nichts passiert.
Nach einem längeren Unterbruch konnten wir endlich an die Startlinie. Micke hatte eine bessere Reaktionszeit (0.045 s / 0.074 s), jedoch hatte Bruno bereits bei der 60 Fuss Marke die Nase wieder vorne, Bruno 1.017 gegen Micke 1.032. Bei der 1/8 Meile waren beide auf fast gleicher Höhe (4.061 s / 4.041 s) und das Rennen war bis zum Schluss sehr, sehr spannend. Beide fuhren side by side ins Ziel. Micke mit 6.135 s / 377km/h und unsere Vette mit 6.194 s / 369 km/h. Leider hatten wir das Rennen um knappe 0.086 s verloren. Trotzdem waren wir sehr stolz auf diese gute Zeit und wussten, dass wir wieder konkurrenzfähig sind. Nach dem Ausscheiden im 1/8 Final am Samstagabend konnten wir zum Trost wieder einmal die Nachtshow geniessen.

In der Nacht auf Sonntag kam ein heftiger Wind mit sehr starkem Regen. Jedoch war es am Sonntagmorgen wieder trocken und es konnten noch weitere Eliminationen gefahren werden bis am späten Nachmittag wieder Regen einsetzte und das Rennen schlussendlich abgebrochen werden musste.

Die restliche Elimination kann im Internet unter: http://www.eurodragster.com/live/2010nitrolympx/reports/sunday.asp verfolgt werden.

Bis zum nächsten Rennen

Roland Bischof






Photos by Erika Schmid










Vor dem Rennen wird der Motor jedesmal gründlich revidiert









Die neuen JBC-Teamshirts gesponsort von der Firma Rutz AG




Chassisbruch(explosion) nach tireshake




Wieder zusammengeschweisst und verstärkt




Immer wieder ein highlight, Top Fueler in der Nacht